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19.05.2012 17:36

 

Firma Analyticon auf Hermannswerder setzt auf eigene Forschung PDF Drucken E-Mail
Märkische Allgemeine Zeitung vom 20.08.2009

POTSDAM / HERMANNSWERDER - Die Wirtschaftskrise hat die Biotechnologiefirma Analyticon selbst nicht erfasst. Spürbar ist sie dennoch. „Wir hören öfter von potenziellen Partnern, dass sie mit dem Rücken zur Wand stehen und deswegen vorerst keine neuen Verträge mit uns abschließen könnten“, sagte Geschäftsführer Lutz Müller-Kunert gestern, als sich CDU-Bundestagsabgeordnete Katherina Reiche nach der Entwicklung des Unternehmens erkundigte. Derlei zeitweilige Absagen seien für die Firma, die ihren Sitz in einer ehemaligen höheren Töchterschule hat und inzwischen 65 Mitarbeiter beschäftigt, eher kein Problem. „Wir legen diese Projekte eben vorerst auf Eis. Es handelt sich zum Teil nur um Vorsichtsmaßnahmen, keine endgültigen Absagen“, sagte Dietmar Wolf, Leiter der Abteilung Geschäftsentwicklung. Nun würde sich auszahlen, dass man früh in die eigene Forschung investiert habe, so der Geschäftsführer des 1997 gegründeten Unternehmens. Immerhin ein Zehntel der Mitarbeiter sei damit beschäftigt. „Zusammen mit einem Partner in New York werden wir im nächsten Jahr einen ersten Wirkstoff gegen Leukämie in die klinische Forschung bringen“, so Müller-Kunert. Potenzielle Erlöse würden geteilt; Patente gemeinsam angemeldet. „Durch die eigene Forschung wächst unser Umsatz vielleicht nur um zehn bis fünfzehn Prozent, aber wir sind gut für die Zukunft aufgestellt“, sagte der Geschäftsführer. Seit bereits neun Jahren arbeite das Unternehmen profitabel.

Während Analyticon auch Geschäfte mit Firmen in den USA und Japan macht, bietet doch der am schnellsten wachsende europäische Markt der Firma die meisten Optionen. „Als naturstofforientiertes Unternehmen haben wir uns auf drei Standbeine gestellt: Pharmazie, Nahrung und Kosmetik“, sagte Müller-Kunert, „manchmal zum Unverständnis von Investoren, die uns gar nicht richtig einordnen können.“ Die meisten der Mitarbeiter stammen aus Berlin und Brandenburg. Kooperationen bestehen unter anderem mit der Universität Potsdam und der TU Berlin. (Von Sebastian Scholze)
 


 
 

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