| Frauenquote keine Patentlösung |
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Veranstaltung "Schafft eine Frauenquote die Wende? Wege für mehr Frauen in Führungspositionen" Ob eine gesetzliche Frauenquote für Vorstände und Aufsichtsräte von Unternehmen mehr Frauen in Führungspositionen bringt, diskutierten die Mitglieder der Frauen Union und CDU Potsdam mit Gästen aus Politik und Wirtschaft am Abend des 21. September 2011. Zentrale Erkenntnis der Veranstaltung mit dem Titel „Schafft eine Frauenquote die Wende? Wege für mehr Frauen in Führungspositionen“ war, dass eine Frauenquote allein keine hinlängliche Lösung für mehr Chancengleichheit im Erwerbsleben sein kann.
„Frauen gelangen gegenüber Männern oftmals mit der Gründung einer Familie beruflich ins Hintertreffen. Während Frauen nach Geburt eines Kindes noch immer den Großteil der Elternzeit übernehmen und ihre Arbeitszeit reduzieren, starten Männer im Beruf erst richtig durch“, so Jana Schimke, Kreisvorsitzende der Frauen Union Potsdam. Die Diskussion unter den Teilnehmern machte zudem deutlich, dass auch der Staat nach wie vor Anreize zur Alleinverdienerehe setzt. Wenngleich Frauen in Brandenburg hochqualifiziert, häufiger erwerbstätig und auch öfter in Führungspositionen sind als Frauen in anderen Bundesländern, gibt dies keinen Anlass zur Entwarnung. So zeigt sich auch in Brandenburg wieder zunehmend die Tendenz zur traditionellen Rollenverteilung zwischen den Geschlechtern. Statt Aufstiegschancen von Frauen allein von der Einführung einer Frauenquote abhängig zu machen, kommt es vielmehr darauf an, die Vielzahl an Hemmnissen für Frauen am Arbeitsmarkt im Blick zu haben und an Lösungen zu arbeiten. „Dazu zählen das Vorhandensein einer ausreichenden und flexiblen Kinderbetreuungsinfrastruktur und familienfreundliche Arbeitszeiten ebenso, wie eine partnerschaftliche Aufgabenverteilung in den Familien“, so Schimke.
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