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19.05.2012 17:57

 

MAZ-SMS-UMFRAGE: Handelsfreiheit für Bahnhof PDF Drucken E-Mail

Mehrheit plädiert für Aufhebung der Sortimentsbeschränkungen

2008-09-11

Das wird Bahnhofspassagenchefin Jana Walther freuen: Eine Mehrheit der Parteien spricht sich dafür aus, die Handelsbeschränkungen im Hauptbahnhof zu lockern. Klare Worte finden Mike Schubert (SPD), Ute Bankwitz (Bürgerbündnis), Familienpartei und Die Andere. Ihr Tenor: Die Ladenflächen im Bahnhof sollten freigegeben werden. Diplomatischer äußert sich Katherina Reiche (CDU). In der Abwägung der alten Standorte wie Innenstadt oder Babelsberg mit den großen Centern fordert sie ein „abgestimmtes Angebot“.

 Vor einer Erweiterung des Stern-Centers wäre die Größe zusätzlicher Flächen zu prüfen, stellt Schubert als Bedingung; Bankwitz lehnt die Vergrößerung im Interesse der Stadtteilzentren ab. Einzige Partei, die sich für die konsequente Beibehaltung der jetzigen Handelsbeschränkungen ausspricht, sind die Bündnisgrünen. Die Antworten:

Mike Schubert für die SPD: Ladenflächen im Bahnhof endlich öffnen. Dies gilt auch für das Stern-Center, jedoch muss hier noch die Größe der zusätzlichen Flächen geprüft werden.

Peter Schüler für Bündnis 90/Die Grünen: Handelsbeschränkungen beibehalten! Es ist nicht erforderlich, die Center zu erweitern, weil so noch mehr Kaufkraft aus der Potsdamer Innenstadt abfließt!

Katherina Reiche für die CDU: Innenstadt, Bahnhof und Sterncenter müssen ein abgestimmtes Angebot haben. Die Zukunft für Potsdams Ladenflächen liegt in der Vielfalt und nicht im Verzicht.

Familienpartei: Wir sind für die Aufhebung der Sortimentsbeschränkung und unterstützen die Ansiedlung familienfreundlicher Dienstleister.

Olaf Lenzmann für die FDP: Wettbewerb belebt das Geschäft: keine Sortimentsbeschränkung am Bhf, mehr Kooperationsbereitschaft von Denkmalschutz- und Bauverwaltung mit Innenstadtläden

Pete Heuer für Die Linke: Kaufkraftabwanderung vermeiden, Leerstand beenden und Flächen behutsam erweitern, Sortimente bündeln und entflechten, die Innenstadtentwicklung nicht behindern.

Ute Bankwitz für das Bürgerbündnis: Weiterhin für die Aufhebung der Sortimentsbeschränkung in den Bahnhofspassagen und gegen Flächenerweiterungen im Sterncenter – zum Schutz der Stadteilzentren.

Lutz Boede für Die Andere: Die Andere war für einen Rückbau der ungenehmigten Gewerbeflächen am Hbf. Da wir Leerstand u. Neubau auf knappen Flächen ablehnen, tragen wir Freigabe nun mit

Klaus Rietz für den Bürgerverein Bornim (BVB): Das Handelskonzept muss auch Einkauf im Potsdamer Nord/Westen ermöglichen, die Weiterentwicklung der Zentren darf die ortsnahe Versorgung nicht in Frage stellen. (Von Carsten Böttcher)
 


 
 

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