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19.05.2012 17:58

 

MAZ-SMS-UMFRAGE: Wie gewährleistet man bezahlbares Wohnen? PDF Drucken E-Mail

Auftakt für MAZ-Aktion im Vorfeld der Kommunalwahl

2008-09-10

Am 28. September wählen die Potsdamer ihre neue Stadtverordnetenversammlung. Etliche Themen werden in der Stadt aktuell diskutiert, von sozialen Fragen wie kostenlosem Schulessen für Kinder aus bedürftigen Familien über den Fortbestand der freien Kulturszene bis zur Verkehrsplanung reicht die Bandbreite. Um den Bürgern eine Entscheidungshilfe zu geben, für wen sie stimmen wollen, bat die Märkische Allgemeine Parteien und Wählerbündnisse, in den kommenden Tagen jeweils eine Frage zu beantworten.

Um die Reaktionen auf das Wesentliche zu fokussieren, nutzt die MAZ für diese spezielle Form der Umfrage ein Medium, über das heute immer mehr Leute kommunizieren: die Kurzmitteilung per Handy, die SMS. Um angesichts der Vielfalt an Geräten und Netzbetreibern gleiche Bedingungen zu schaffen, wurden 160 Zeichen als Maximallänge der Antworten festgelegt – woran sich gestern auch alle Beteiligten hielten. Exakt am Limit hätte andernfalls die elektronische Schere angesetzt.

Die SMS-Frage zum Auftakt der Aktion lautete gestern: Wie gewährleistet man in Potsdam bezahlbares Wohnen? Drei Schwerpunkte kristallisierten sich dabei in den Antworten heraus: Zum einen die Wohnungsneubau-Förderung durch das Land, für das sich die Familienpartei ebenso wie SPD und Grüne aussprechen. Ferner spiegeln sich die Bereitstellung von städtischen Grundstücken für den Wohnungsbau – bei FDP, SPD und der Anderen – sowie das Thema Betriebskosten und Energieeffizienz (bei den Linken, den Grünen, SPD und Familienpartei) in den SMS wider. Hier die Antworten im einzelnen:

Katherina Reiche für die CDU: „Durch Verbesserung der Energieeffizienz an Wohngebäuden, durch Begrenzung der Mieterhöhung bei der Neuvermietung, durch Überprüfung der Gebührenkalkulation“.

Familienpartei: „OB Jakobs hat sich bei seinen Parteifreunden für ein Landes-Wohnungsbauförderungsprogramm einzusetzen, statt zum Schein als Stadtverordneter zu kandidieren.“

Olaf Lenzmann für die FDP: „Weniger bürokratische Auflagen, bürgerfreundlichere Bauverwaltung, Ausweisung der zentrumsnahen Schuppenstandorte auf städt. Grund als preiswertes Neubaugebiet.“

Pete Heuer für die Linken: „Kleine bezahlbare Wohnungen – auch städtisch – bauen, sozial Benachteiligten und Jugend Kautionen stellen, Stadtwerkepreise senken, Energieeinsparung fördern.“

Mike Schubert für die SPD: „Einflussnahme auf die Nebenkosten bei Stadtwerken, bezahlbaren Neubau mit Landesförderung u. Kostensenkung durch Bauen auf Flächen mit vorhandener Infrastruktur“

Andreas Walter für das Bürgerbündnis: „Indem wir das Angebot an Wohnraum erhöhen & gut bezahlte Jobs schaffen. Durch das größere Angebot werden die Preise sinken & gute Jobs machen Mieten bezahlbar“

Nils Naber für Bündnis 90/ Die Grünen: „Für Wohnungsbauförderung sorgen; gemeinsame Lösungen mit Pro Potsdam + Genossenschaften; Dämmen; Sonnen- + Erdwärme nutzen; Milieuschutzsatzungen leider nutzlos“

Lutz Boede für Die Andere: „Wohnraum ist keine Ware: Mietobergrenzen in Sanierungsgebieten, kostenlose Grundstücke für Whg. statt Garnisonkirche, kein Leerstand in Gewoba-Altbauten.“ (Von Carsten Böttcher)
 


 
 

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