| Nachwehen für freie Schulen (PNN 02.03.2011) |
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Die Educon-Affäre hat freie Schulen in Verruf gebracht. Das Land fordert acht Millionen Euro Förderung zurück. Es ist eine der größten Affären der Schullandschaft in Brandenburg – nun soll es erste Konsequenzen nach dem Crash des überregional tätigen Bildungsdienstleisters Educon geben. So sollen bei künftigen Genehmigungen von Schulen in freier Trägerschaft – „außer in begründeten Ausnahmefällen“ – beispielsweise keine Honorarverträge von Lehrkräften mehr zugelassen werden, kündigte Stephan Breiding vom Bildungsministerium an. Ohnehin werde untersucht, ob die Zuschussverordnung für Ersatzschulen überarbeitet werden muss, sagte der Ministeriumssprecher. Derzeit finanziert das Ministerium zwei Jahre nach dem Start einer Privatschule 94 Prozent der Personalkosten, das erhobene Schulgeld des Trägers muss die weiteren Kosten einspielen. Ob dies so bleibt, wird derzeit diskutiert.
… Potsdam spielt bei den Privatschulen eine besondere Rolle. Deren Anzahl werde in den kommenden Jahren weiter steigen, erklären die Schulplaner der Landeshauptstadt in ihrem Schulentwicklungsplan. Schon jetzt lernen mehr als 20 Prozent der Schüler – also jeder Fünfte – an einer allgemeinbildenden privaten Schule in der Landeshauptstadt. Die zuständige Schulbeigeordnete Iris Jana Magdowski (CDU) sieht dabei auch die Kommune finanziell entlastet, sagte sie unlängst. Auch der Potsdamer Landtagsabgeordnete Steeven Bretz (CDU) hält nicht viel vom Vorschlag der SPD. Der Antrag gehe in die falsche Richtung. „Den Geldhahn zuzudrehen löst die Probleme des öffentlichen Bildungssektors nicht“, sagte Bretz. Der Erfolg der Privatschulen sei „eine Klatsche und zeige die Defizite im öffentlichen Bildungsbereich“. Von Jan Brunzlow und Henri Kramer Den vollständiegen Artikel finden Sie hier: POTSDAMER NEUESTE NACHRICHTEN |