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19.05.2012 18:19

 

Protest gegen Lehrermangel (PNN 20.06.2011) PDF Drucken E-Mail

 

Auf dem Potsdamer Luisenplatzz fand am Samstag eine Demo von Schülern und Eltern statt. Dabei wurde auf die prekäre Situation in der Gerhart-Hauptmann-Schule hingewiesen

Innenstadt - Unter dem Motto „Die Bildung geht baden“ haben am Samstag etwa 350 Schüler und Eltern auf dem Luisenplatz gegen schlechte Lernbedingungen in den Potsdamer Schulen demonstriert. Etliche von ihnen erschienen mit Badehose und Taucherbrille, um das Demo-Motto bildlich zu unterstreichen und badeten im Luisenbrunnen. Organisiert wurde die Protestaktion von den Eltern und Schülern der Gerhart-Hauptmann-Schule. Durch Abbau von Lehrerstunden fällt zunehmend der integrative und der leistungsdifferenzierte Unterricht aus, kritisierte Elternsprecher Sven Stolpe. Ab kommendem Schuljahr gebe es in der Grundschule in der Brandenburger Vorstadt für zwölf Klassen nur noch elf vollwertige Klassenlehrer.
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„Jede Unterrichtsstunde muss fachgerecht abgedeckt werden“, erklärte die Potsdamer CDU-Vorsitzende Katherina Reiche und machte die rot-rote Landesregierung für die Bildungssituation verantwortlich. Eine gute Bildung sei entscheidend für die Zukunft der Kinder. Angesichts der großen Zahl privater Schulen forderte Reiche, der Staat dürfe „sich nicht von seinen Aufgaben zurückziehen“. Die Vorsitzende der CDU-Landtagsfraktion, Saskia Ludwig, kritisierte die Sparpläne des Landes im Bildungsbereich. Für 2012 sollen 27 Millionen Euro weniger zur Verfügung stehen. Statt 350 sollen nur noch 150 Lehrer eingestellt werden. Der CDU-Landtagsabgeordnete Steeven Bretz nahm frühere Erklärungen der SPD-Linke-Koalition aufs Korn, wonach an der Bildung nicht gespart werden dürfe: „Anspruch und Wirklichkeit stimmen nicht überein.“ Uwe Fröhlich, Vorsitzender der Bündnisgrünen in Potsdam, sieht die Landesregierung in der Pflicht, den Lehrermangel zu beseitigen. Zudem müsse jede Schule mindestens einen Sozialarbeiter haben. Fröhlich: „Wir wollen keine Lippenbekenntnisse mehr.“

 

 

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