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08.02.2012 08:25

 

OB-WAHL: Neue Straßen, mehr Parkplätze (MAZ 17.08.10) PDF Drucken E-Mail
Barbara Richstein (CDU) hörte sich die Verkehrsprobleme der Potsdamer an

POTSDAM / MITTE - Barbara Richstein nimmt ihr Wahlkampfmotto ernst: „Mehr Tempo für Potsdam“ steht auf den Plakaten, und sie erscheint auf die Minute pünktlich auf ihrer Wahlkampfveranstaltung im CDU-Raum in der Bahnhofspassage.

In einem öffentlichen Programm-Forum wollte die Oberbürgermeisterkandidatin gestern Abend mehr zuhören als selbst erzählen – was einige Gäste irritierte, weil sie sich von ihr mehr Meinungsäußerungen erhofft hatten. Richstein wollte stattdessen wissen, was den Bürgern Potsdams in Sachen Verkehr und Stadtentwicklung auf den Nägeln brennt.


Etwas mehr als 30 Leute waren der Einladung gefolgt. Und ein Bürger legte gleich zu Beginn los: Schmale Straßen würden zu superschmalen Straßen. Die Stadtverwaltung habe kein Konzept, wie man den Verkehr gestalten könnte.

Ein anderer sprach sich für die innerstädtische Entlastungsstraße aus. Die Bundesstraßen 1 und 2 müssten raus aus der Innenstadt, die B 273 an den peripheren Rand. Das Konzept übergab er Barbara Richstein, die es lächelnd kommentierte: „Gut, dass ich mir gerade eine Lesebrille zugelegt habe.“ CDU-Verkehrsexperte Horst Prietz präzisierte die Idee der Entlastungsstraße: „Sie müsste von der B 2 zur B 1 entlang der Bahntrasse führen. Diese Verbindung würde dann den Verkehr aus der Innenstadt führen.“

Heiß diskutiert wurde gestern auch die Zugverbindung von Potsdam zum neuen Flughafen Schönefeld. Eine Kurve im Wildpark könnte die Strecke abkürzen, der Weg zum Flughafen wäre schneller. Doch Martin Weis, Geschäftsführer des städtischen Verkehrsbetriebes, sieht dafür keine Chance: „Das macht nicht allzu viel Sinn.“ Die Zeitersparnis sei marginal.

Ein Problem sind auch die Innenstadtparkplätze. Einerseits fordert unter anderen die AG Innenstadt mehr Fußgängerzonen, andererseits beklagen die Geschäfte Umsatzeinbußen wegen fehlender Parkmöglichkeiten. Gerade die Potsdamer in den Außenbereichen der Stadt würden deshalb die Einkaufszentren auf der grünen Wiese, Am Stern oder in Dallgow-Döberitz bevorzugen, sagte Horst Prietz.

Barbara Richstein hörte zu, machte Notizen, fragte nach. Auch im Fall des geplanten Stadtschlosses. Einige Bürger sorgten sich gestern Abend um die innerstädtische Infrastruktur, falls es am Schloss keinen Durchgangsweg geben würde. Der Landtag dürfe sich nicht vor den Bürgern verschließen. „In der Planung läuft einiges schief“, sagte Richstein. Gleichzeitig verwies sie darauf, dass auch der heutige Landtag nicht begehbar sei. (rt - MÄRKISCHE ALLGEMEINE)
 


 
 

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