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08.02.2012 08:55

 

SOZIALES: Für Studententarife - OB-Kandidatin Richstein mahnt Stadt (MAZ 18.06.10) PDF Drucken E-Mail
Mit einer Erstwohnsitzkampagne nach dem Vorbild Jenas will die CDU-Oberbürgermeisterkandidatin Barbara Richstein Studenten als Bewohner am Studienort zu halten. Sie forderte die Verwaltung gestern auf, dem Beispiel der thüringischen Universitätsstadt zu folgen. Es müsse für Studenten vorteilhaft sein, den Hauptwohnsitz in Potsdam zu haben.

In einer am Dienstag vorgestellten Studie hatte sich gezeigt, dass nur jeder vierte Potsdamer Studierende auch in der Landeshauptstadt wohnt. Dabei habe Potsdam eine hervorragende Hochschullandschaft, und die Studierenden fühlten sich wohl an der Universität, Fachhochschule und Hochschule für Filmhochschule, betonte Richstein gestern. Es fehle aber deutlich an bezahlbarem Wohnraum. Das treibe die Studierenden regelrecht aus der Stadt. Auch die Wohnnebenkosten seien viel zu hoch; die Nahverkehrsanbindungen „ausbaufähig“. Wenn auch die noch hier wohnhaften Studierenden einen Umzug erwägen, werde Potsdam zur Pendlermetropole.

Richstein fordert die Schaffung von bezahlbarem Wohnraum, um Studierende als Neubürger zu gewinnen. Mit der Grundsteinlegung in Golm für 200 weitere Wohnheimplätze sei der Bedarf bei weitem nicht gedeckt.

Außerdem muss es ihrer Ansicht nach einen Studententarif bei Gebühren geben. Gebühren in Potsdam seien im deutschlandweiten Vergleich besonders hoch, besonders für Studenten. Im Nahverkehr müsse man Fahrtakte und die Anbindungen der Hochschulstandorte verbessern. Den Studenten müsse mehr bei Behördengängen, bei der Wohnortsuche und bei der Orientierung in der Stadt geholfen werden. (rai) Märkische Allgemeine

 


 
 

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