| 20. Jahre Deutsche Einheit - CDU feiert an Glienicker Brücke (PNN 04.10.10) |
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Mit einer eigenen Feier begingen die Christdemokraten gestern den Tag der Deutschen Einheit an der Glienicker Brücke. „Das ist unsere Tradition, die wir seit zwanzig Jahren pflegen“, verteidigte Kreischefin Katherina Reiche den Alleingang ihrer Partei. Und: „In Potsdam macht ja sonst niemand etwas an diesem Tag.“ Gekommen waren Mitglieder des Kreisverbandes Potsdam, der Jungen Union sowie geladene Gäste aus Cottbus und Potsdam-Mittelmark. Rund hundert Menschen bevölkerten das blau-weiße Zelt unmittelbar an der Brücke und die Umgebung der Nike-Statue, die an das Wendejahr 1989 erinnert. Es gab „Einheitswürstchen“, saure Gurken, Kaffee, Kuchen und politische Statements. Hans-Joachim Ziebarth, nach eigenen Worten ehemals Mitglied der „Ost-CDU“, erinnerte an die erste frei gewählte Stadtverordnetenversammlung, in welcher er Fraktionschef war. 21 Sitze hatte die CDU damals und stellte drei Stadträte. Einer von diesen, Alfred Jaeger, damals zuständig für Gesundheit und Sozialwesen, war gestern ebenfalls gekommen. „Wir haben alle bei Null angefangen“, sagte Ziebarth. Trotzdem könne sich das damals Erreichte sehen lassen. Die CDU habe dafür gesorgt, den Platz für die Wiedergewinnung der Potsdamer Mitte frei zu machen und die Weichen für ein neues „Stadttheater“ gestellt. Dass in Potsdam fünf Gymnasien entstanden, rechnete Ziebarth, der bis vor zwei Jahren als Lehrer tätig war, ebenfalls zu den Erfolgen der Christdemokraten. Die SPD-geführte Landesregierung habe das Leistungsprinzip der „Oberschulen“ über Bord geworfen und auf Gesamtschulen gesetzt, was sich noch heute durch schlechtes Abschneiden der märkischen Schüler räche. Die Vorsitzende des CDU-Ortsverbandes Potsdam-West/Nord Maike Dencker, die es als „Gnade der Geburt“ bezeichnete, nicht in der DDR-Diktatur aufgewachsen zu sein, kritisierte die Verklärung der DDR-Zeit insbesondere nach der Regierungsbeteiligung der Linken in Brandenburg. So seien bei der Schulfeier zum 150-jährigen Schuljubiläum der Max-Dortu-Schule DDR-Traditionen gepflegt worden. Dafür habe eine Lehrerin ein Jahr lang mit den Schülern geübt. Katherina Reiche erinnerte daran, dass der Fraktionsvorsitzende und Oberbürgermeister-Kandidat der Linken, Hans-Jürgen Scharfenberg, beim Gedenken zum 20. Jahrestag des Mauerfalls vor einem Jahr die Meinung vertreten habe, dass die Schließung der Grenzen 1961 für die DDR notwendig gewesen sei. POTSDAMER NEUESTE NACHRICHTEN -Günter Schenke
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