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22.05.2012 07:12

 

Frauenquote nur Symbolpolitik PDF Drucken E-Mail

Pressemitteilung der Frauen Union Potsdam
25. Februar 2011

Anlässlich der heutigen Debatte im Deutschen Bundestag zur Einführung einer gesetzlichen Quotenregelung für Aufsichtsräte und Vorstände erklärt die Kreisvorsitzende der Frauen Union Potsdam, Jana Schimke:

 

Frauen brauchen keine Symbolpolitik, sondern bessere Rahmenbedingungen zur Nutzung ihrer Karrierechancen. Eine Quote für Aufsichtsräte und Vorstände geht nicht annähernd die Fragen fehlender Kinderbetreuungsplätze und Ganztagsschulen in Deutschland an. Sie blendet auch die Folgen eines überholten gesellschaftlichen Rollenverständnisses aus, das Familienaufgaben immer noch als alleinige Angelegenheit der Frauen sieht. Für Unternehmen technischer Branchen wäre eine Quote aufgrund der geringen weiblichen Bewerberzahlen praktisch nicht erfüllbar.

Nach wie vor scheiden Frauen nach der Geburt ihres Kindes für längere Zeit aus dem Beruf aus und kehren anschließend oftmals nur in Teilzeit zurück. Viele Frauen kommen deshalb auf der Karriereleiter gar nicht erst so weit voran, um für eine Führungsaufgabe in Frage zu kommen. Erst wenn sich die Rahmenbedingungen zur Vereinbarkeit von Beruf und Familie spürbar verbessern und Frauen verstärkt auch in technische Berufe vordringen, wird sich der schon jetzt steigende Anteil von Frauen in Führungsposition noch schneller erhöhen.

Umso wichtiger ist es, dass die Bundesregierung die beschlossenen Schritte zum Ausbau der Kinderbetreuung jetzt konsequent umsetzt. Initiativen für mehr Frauen und Mädchen in MINT-Berufen müssen weiter befördert werden. Erst wenn die Rahmenbedingungen stimmen, können Unternehmen in die Pflicht genommen werden.

 


 
 

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