| Klimatag an der Marienschule (Märkische Allgemeine vom 12.03.10) |
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POTSDAM / BABELSBERG - Der Professor war ehrlich beeindruckt. „Wenn jeder Politiker über den Klimawandel so viel wüsste wie ihr, wären wir schon ein großes Stück weiter“, bescheinigte Ottmar Edenhofer den Schülern der katholischen Marienschule. Gemeinsam mit Katherina Reiche, parlamentarische Staatssekretärin im Bundesumweltministerium, war das Mitglied des Weltklimarates gestern nach Babelsberg gekommen, um mit den Schülern über umweltverträgliche Technologien zu diskutieren.
![]() Zwei Wochen lang hatten sich die Siebt- und Achtklässler intensiv vorbereitet. Sechs Referate hielten sie am Morgen vor den Gästen. Reiche war begeistert: „Zwei Jungs haben ein tolles Klimamodell gebastelt. Die konnten sogar die verschiedenen CO2-Konzentrationen auswendig.“ In der abschließenden Diskussion erklärte der Forscher, der gleichzeitig Vize-Direktor des Potsdamer Instituts für Klimafolgenforschung ist, warum Ölscheichs demnächst zu Sonnenscheichs werden könnten. „Wir benötigen fossile Brennstoffe wie Öl noch eine Weile, aber die Vorräte gehen zur Neige“, sagte Edenhofer. „Wenn die Scheichs rechtzeitig auf erneuerbare Energien setzen, ist das gut für uns alle.“ Ein Schüler wollte laut Edenhofer den arabischen Staaten die Umstellung gar mit Bestechungsgeldern schmackhaft machen, korrigierte den Begriff aber selber pfiffig in „Kompensationszahlungen“. „Der hat verstanden, wie die Welt funktioniert“, lobte der Forscher schmunzelnd. Da es keine Schule ohne Hausaufgaben gibt, bekamen Reiche und Edenhofer Plakate mit Aufgaben für Politik und Wissenschaft mit. (scho) |