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cdu
08.02.2012 08:05

 

Richstein-Effekt (PNN 9.08.10) PDF Drucken E-Mail

Eigentlich ist Barbara Richstein nicht zu beneiden. Eingeklemmt zwischen Amtsinhaber Jann Jakobs (SPD) und seinem aussichtsreichstem Herausforderer Hans-Jürgen Scharfenberg von der Linken führt die CDU-Politikerin einen fast aussichtslosen Wahlkampf um den Posten des Potsdamer Oberbürgermeisters. Doch wirkt das bisherige Engagement der Frau aus Falkensee beachtlich: Bei Diskussionsrunden mit Bürgern hört sie sich an, wo es Schwierigkeiten gibt. Das besitzt den Vorteil, dass die nicht gelösten Probleme der Landeshauptstadt noch einmal grundsätzlich besprochen werden. So war es vergangene Woche, als sich Richstein die Sorgen der Kulturschaffenden von Potsdam anhörte, speziell die Schwierigkeiten in der teuer sanierten und doch wenig belebten Schiffbauergasse. Und so dürfte es am Dienstag wieder sein, wenn sie sich mit Vertretern der Potsdamer Wissenschaftseinrichtungen trifft. Detaillierte Pläne fehlen Richstein freilich noch. Doch zumindest können die Diskutanten aus solchen Runden mit dem Gefühl gehen, dass ihnen zugehört wurde. Dazu hat Richstein mit dem Hauptbahnhof nun eine Wahlkampfzentrale, mit der auch die Potsdamer Linke schon gute Erfahrungen gemacht hat. Kein anderer der Kandidaten jenseits von Jakobs und Scharfenberg hat sich bisher so ins Zeug gelegt. Womöglich reicht das zumindest für einen Achtungserfolg am Wahltag, dem 19. September.
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