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08.02.2012 08:24

 

Ruf nach einem Haus der Wissenschaft (MAZ 12.08.10) PDF Drucken E-Mail
Institute erläuterten Forderungen

POTSDAM / GOLM - Ein Haus der Wissenschaft muss her. Und es muss mitten im hochfrequentierten Stadtzentrum stehen. Das war eine Kernbotschaft, die die OB-Kandidatin der CDU, Barbara Richstein, von einem Besuch im Innovations- und Gründerzentrum Go-In in Golm mitnahm. Rund 20 Vertreter aus Wissenschaft und Wirtschaft trugen am Dienstagabend ihre Wünsche vor.
 

 

„Die Wissenschaft ist sehr wichtig für Potsdam“, meint Thomas Grünewald, Vizepräsidenten der Universität Potsdam. Auf die Vielzahl der Institute müsse man ja nicht verweisen. Schade nur, dass beispielsweise das Geoforschungszentrum in aller Welt bekannt sei, bloß nicht in Potsdam selbst. Das Problem: Viele Institute liegen am Rand. Das gelte besonders für die Universität mit ihren abgelegenen Standorten Sanssouci, Golm und Griebnitzsee. „Es fehlt ein Schaufenster in der Innenstadt“, sagt Grünewald. Er und seine Kollegen von den anderen Einrichtungen träumen von einem Haus mit Veranstaltungsräumen und Ausstellungen. Darüber werde in der Stadt zwar schon seit Jahren diskutiert – geschehen sei bislang wenig.


 


Der Golmer Wissenschaftpark brauche eine durchdachte Ansiedlungspolitik für die Wirtschaft, fordert dessen Standortmanager Friedrich Winskowski. „Wir brauchen ein, zwei große und viele kleine Firmen.“ Die Fraunhofer-Institute lebten von solchen Kontakten. Außerdem müsse etwas für die jungen Gründer getan werden. Das Go-In sei fast ausgelastet und die Firmen müssten nach einigen Jahren wieder raus.

 

Ob es im Stadthaus überhaupt einen Ansprechpartner für die Wissenschaft gibt, will Richsteins Parteifreund im Landtag, Steven Bretz, wissen. Eine Koordinationsstelle im Rathaus fehle in der Tat, findet Grünewald. Ebenso wie ein Tagungszentrum für große wissenschaftliche Konferenzen. Beklagt wird bei dieser Gelegenheit auch, dass die Stadtverwaltungsspitze die Wissenschaft meist sich selbst überlasse und deren Wachstum am Standort Potsdam offenbar nicht aktiv betreibe. (Von Rüdiger Braun - MÄRKISCHE ALLGEMEINE)

 


 
 

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