|
Im Gedenken an Oberst Siegfried Wagner. Redner & Ehrengast ist Dr. Axel Smend, Kuratoriumsvorsitzender Stiftung 20. Juli 1944, Sohn eines wegen seiner Beteiligung am 20. Juli hingerichteten Offiziers. Zeit: am Dienstag, dem 19. Juli 2011, in der Kurfürstenstraße 19, um 11:00 Uhr Ort: vor dem Ärztehaus in der Kurfürstenstraße 19
Ablauf: - Ansprache Katherina Reiche MdB, Kreisvorsitzende
- Rede Dr. Axel Smend
- Kranzniederlegung
- Gedenkminute
Sehr geehrte Damen und Herren, der 20. Juli 1944 war eine historische Zäsur im 20. Jahrhundert. Mutige Frauen und Männer verschworen sich gegen ein verbrecherisches Regime, in der Hoffnung ihr Vaterland und Europa von diesem zu befreien. Potsdam ist eng mit dem 20. Juli 1944 und dem Widerstand gegen Hitler verknüpft. So manche der Beteiligten, wie zum Beispiel Adam von Trott zu Solz oder Georg Sigismund von Oppen, wurden in Potsdam geboren. Andere wie Helmuth James Graf von Moltke gingen hier zur Schule. Viele lebten und arbeiteten, häufig als Offiziere, in der Garnisonstadt Potsdam. So auch Oberst Siegfried Wagner, der am 22. Juli 1944 mit einem Sturz aus dem Fenster seiner Potsdamer Wohnung einer Verhaftung entgehen wollte und letztendlich vier Tage später im KZ Sachsenhausen verstarb. Zum Verhängnis wurde ihm sein Mut, gegen das Naziregime zu kämpfen, seine Freundschaft zu Carl Goerdeler und die Zugehörigkeit zum Widerstand in der Wehrmacht. In Potsdam ist Oberst Siegfried Wagner beinahe vergessen, darum wollen wir unser traditionelles Gedenken an den Widerstand in diesem Jahr ihm widmen und die Anbringung einer Gedenktafel an seinem Potsdamer Wohnhaus initiieren.
Ich freue mich, dass wir Herrn Dr. Axel Smend, Vorsitzender des Kuratoriums der Stiftung 20. Juli 1944, Sohn eines wegen seiner Beteiligung am 20. Juli hingerichteten Offiziers, als Redner gewinnen konnten.
Unser Gedenken wird am Dienstag, dem 19. Juli 2011 in der Kurfürstenstraße 19 um 11:00 Uhr stattfinden.
Ich freue mich sehr auf Ihr Erscheinen.
Ihre
Katherina Reiche MdB Kreisvorsitzende |