CDU Kreisverband Potsdam
Potsdam besser machen.

CDU befragt Einzelhändler

gemeinsam für eine attraktive Innenstadt

Der CDU Stadtbezirksverband Innenstadt/Nord hat eine Händlerumfrage initiiert. Zunächst gilt es sich bei den Händlerinnen und Händlern für Ihr Mitwirken bei der Händlerumfrage zu bedanken. Vom 20. Juni bis zum 26. Juli 2015 hatten wir diesen einen Fragebogen zukommen lassen. Fast 100 Rückmeldungen sind bei uns eingegangen, die wir nach den Sommerferien ausgewertet haben.
 
 
Ziel war es, die Sorgen und Probleme der Händlerinnen und Händler aufzunehmen und mit den entsprechenden Bereichen der Stadtverwaltung zu thematisieren. Wir hoffen damit, gemeinsam etwas für die Attraktivität unserer Stadt bewirken zu können.
 
Zur Auswertung: Die Prozentangaben in der Auswertung beziehen sich immer auf alle Befragten Händlerinnen und Händler.
 

Allgemein
Es war für uns erstaunlich zu sehen, dass über zwei Drittel der befragten Händler das Einzelhandelskonzept der Landeshauptstadt Potsdam überhaupt nicht kennen. Ihnen fehlt vor allem eine Information von Seiten der Landeshauptstadt. Zudem haben Sie viele Anmerkungen gemacht, wie die Attraktivität des Standortes Innenstadt erhöht werden kann. Die häufigsten Schlagworte waren: Verbesserung der Sauberkeit, Erweiterung der Sonntagsöffnungszeit, Fahrradabstellmöglichkeiten erhöhen, Entbürokratisierung, Ausschilderung (zum Parken und für Touristen) verbessern, weitere Parkmöglichkeiten schaffen und eine bessere Einbindung der Einzelhändler in den Nebenstraßen.
 

Verkehr
Mit dem ÖPNV-Angebot sind fast 90 Prozent der Befragten zufrieden. Allerdings sehen Sie große Probleme beim Parken für Ihre Kundschaft. Ihre Schlageworte waren hier: das Parken in der Innenstadt ist zu teuer, es gibt zu wenig Parkmöglichkeiten, die Beschilderung muss verbessert werden und der Knöllchentourismus der Stadt stört vor allem Ihre Kundschaft. Einer Brötchentaste stehen 80 Prozent der Befragten sehr positiv gegenüber, sehen in der Finanzierung dieses Angebotes jedoch auch die Stadt in der Pflicht.
 

Veranstaltungen und Feste
Ein Großteil der Befragten wird in die Planungen mit einbezogen. Treibende Kraft bei der Organisation und Durchführung - gemäß unserer Befragung - ist die AG Innenstadt. Anregungen geben Sie, bei: der Ausweitung des Weihnachtsmarktes, verkaufsoffenen Sonntagen, Sauberkeit nach Festen und zu Standorten von Veranstaltungen. Letztendlich kann man jedoch feststellen, dass der Großteil auf keine Veranstaltung oder Feste verzichten möchte.
 

Ordnung und Sicherheit
50 Prozent der Befragten haben Probleme im Bereich Ordnung und Sicherheit. Diese reichen von Diebstahl, über Müll, Graffiti, Radverkehr, Überplakatierung, Aufsteller auf den Fußwegen, Belästigung der Kunden durch Obdachlose, Sauberkeit bis hin zur Beschallung durch zu viele Straßenmusiker. Interessant war für uns zudem, dass über 80 Prozent von Ihnen die neue Revierpolizistin nicht kennen. Hier wird von Ihnen eine bessere Kontaktaufnahme gewünscht.
 

Innenstadtmanager
Über 70 Prozent der Befragten würden sich über die Etablierung eines Innenstadtmanagers freuen. Dieser sollte gemäß Ihrer Anmerkungen vor allem die Vernetzung zwischen den Händlern stärken, als Schnittstelle zur Verwaltung fungieren, ein Ansprechpartner für alle Händler sein, bei der Organisation von Märkten/Veranstaltungen/Festen unterstützen und die gesamte Innenstadt voranbringen.
 

weiteres Vorgehen
Aus den Antworten und Anmerkungen haben wir erste Arbeitsaufträge abgeleitet, die wir mit verschiedenen Ansprechpartnern weiter vertiefen werden.
 
 
Die CDU/ANW-Fraktion wird verschiedene Anträge und Anfragen in die Stadtverordnetenversammlung einbringen, um die Themen weiter voranzubringen. Ein erster Antrag „Stärkung des Wirtschaftsraums zentrale Innenstadt“ wurde auf Initiative der CDU bereits in der Septembersitzung der Stadtverordnetenversammlung beschlossen. Zudem wurden diverse Anfragen zum neuen Innenstadtverkehrskonzept, dem Radverkehr und dem Einzelhandelskonzept gestellt.

Ziel der CDU/ANW-Fraktion wird es sein, die Anmerkungen in das neue Innenstadtverkehrskonzept einzubringen.
 
 

Um weitere Themenfelder noch genauer zu beleuchten und von Fachleuten bewerten zu lassen, werden wir uns an den Wirtschaftsrat der Landeshauptstadt Potsdam, unter Leitung des CDU-Stadtverordneten Götz Friedrich, wenden. Dieser soll sich vor allem mit dem Einzelhandelskonzept, einem Innenstadtmanager und einer Informationsoffensive der Landeshauptstadt auseinandersetzen.

Weiterhin wollen wir die Einrichtung von weiteren Verweilbereichen (auch in den Nebenstraßen), die Überprüfung der Müllproblematik, die Erweiterung der Fahrradabstellmöglichkeiten, die Etablierung eines Spielplatzes im Innenstadtbereich und die Möglichkeit einer Händlerparkkarte überprüfen lassen.
 

Der Leiter des Arbeitskreises Sicherheit und Ordnung der CDU Potsdam, Wolfgang Geist, wird ein Gespräch mit der Revierpolizistin führen und die Anmerkungen weitergeben. Wir werden Frau Polizeioberkommissarin Claudia Lang ermutigen, noch intensiver mit den Händlerinnen und Händlern in Kontakt zu treten. Denn nur wenn man sich kennt, kann man auch vertrauensvoll zusammenarbeiten.